Statement Look Turban

Asmona Logan

Wenn ich in den einschlägigen Frauenmagazinen die Artikel zum Thema Bad Hair Day lese, dann sind dort meinst Tipps, mit denen ich mit meinem Afro und meinem Lockentyp nichts anfangen kann. Denn in solchen Momenten helfen keine Trockenshampoos, das Glätteisen ist keine Option und Flechtfrisuren sind nur bedingt eine Lösung bei der Masse an Haaren und dem Zeitaufwand, der damit verbunden ist. Was mich wirklich an solchen Tagen rettet, ist ein Turban. Der ist schnell gemacht und sieht gut aus.

In den letzten drei Monaten trug ich immer einen Turban, da ich mir die Haare habe lang wachsen lassen, um zu sehen, ob und wie sich meine Haarstruktur verändert, und ob ich sie überhaupt länger tragen möchte. Die Schwierigkeit in der Phase war allerdings die, dass natürlich auch die Farben mit herausgewachsen sind und das sah irgendwann so unschön aus, dass ich damit auf keinen Fall das Haus verlassen wollte. Da half eben nur noch ein Turban. Anfänglich war es wirklich nur eine Notlösung. Aber je länger ich die verschiedenen Hair-Wraps trug, desto wohler fühlte ich mich damit. Und jetzt, wo meine Haare wieder gefärbt und in Form gebracht sind, vermisse ich die kunstvollen Drapierungen auf meinem Kopf.

Denn ein Turban trägt dazu bei, den eigenen Look signifikant zu verändern. In dem Artikel, der weiter unten erwähnt wird, steht, dass der Turban als eine Art Krönung angesehenen werden kann und für eine stolze Stammesfrau angemessen sei. Das bringt es auf den Punkt. Denn ein Turban strahlt wirklich etwas Majestätisches aus. Er verändert die Körperhaltung, die Gangart, das Bewusstsein und erfordert eine gewisse Portion Selbstbewusstsein. Gerade in unseren Breitengraden. Denn dieser Kopfschmuck gehört nicht in den gewohnt deutschen Kulturkreis und somit zum gängigen Alltagsbild. Deshalb muss man damit rechnen, angeschaut, zum Teil angestarrt zu werden. Aber das ist ok, denn der Turban ruft auch Begeisterung hervor und sorgt für Gespräche mit fremden Menschen, die einen darauf ansprechen und sich dafür interessieren.

Asmona Logan

Wer also einen Turban (aus dem Farsi (Persisch) „dulband“, das über das türkische „tulbend“ ins französische „turbant“, „toliband“ oder „tulipant“ übernommen wurde) trägt, folgt nicht nur einer sehr alten Tradition, die man bis ins alte Persien zurückverfolgen kann, und die auch heute noch u.a. von vielen afrikanisch stämmigen Frauen im Alltag getragen wird, sondern man ist auch in bester Gesellschaft mit Hollywood Diven wie Joan Crawford oder Gloria Swanson als Norma Desmond in „Boulevard der Dämmerung“ mit einen Leoparden-Turban, aber auch Marlene Dietrich und Eartha Kitt. Erykah Badu darf natürlich nicht vergessen werden, genauso wie Lauryn Hill.

Mehr über die Geschichte des Turbans erfahrt Ihr hier.

Wer jetzt Lust bekommen hat, einen Wrap zu tragen, dem empfehle ich ein Seidentuch als Basis zu nutzen, damit das Tuch aus Baumwolle/Wolle nicht direkt mit den Haaren in Berührung kommt und diese dadurch ausgetrocknet. Wem das zu viele Tücher auf dem Kopf sind, der sollte bei längerem Tragen seine Haaren mit einer Extraportion Pflege verwöhnen, wie Kokosöl, Sheabutter oder feuchtigkeitsspenden Haarmasken. Zudem sollte das Tuch quadratisch sein und mindestens die Maße 1,50 x 1,50 haben, damit genügend Stoff übrig bleibt zum Drapieren.

Tolle Inspirationen für Hair-Wraps findet Ihr hier:

https://www.pinterest.de/lumulu/turbans/?lp=true

http://turbanista.com

Ich selbst hatte bis jetzt noch keine Zeit, ein eigenes Turban-Tutorial zu erstellen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Deshalb habe ich Euch YouTube-Videos herausgesucht, in denen schöne Styles vorgeführt werden.
Tipp: Die Musik ausmachen, denn die Ladies haben es noch nicht so raus, das Tutorial mit ansprechender Musik zu hinterlegen.

Bilder: Katja Ruge

Tuch: Hermès/Bluse: Marina Rinaldi

Dieser Beitrag enthält werbliche Inhalte in Form von Markenname-Erwähnungen und Verlinkungen.



Veröffentlicht am
4. Oktober 2017



Kommentare

    • Lieber Sascha,
      danke für das Kompliment. Und über den guten persischen Geschmack lässt sich nicht streiten.

  • Wunderschön, aber dafür muss ich sicher sehr lange üben 😉 Rutscht das mit der Seide nicht?
    Liebe Grüße, Andrea

    • Hallo Andrea,
      so lange muss man gar nicht üben. Einfach ausprobieren und mit dem Tuch herumexperimentieren. Finde die Videos sind eine gute Hilfe.
      Bei mir rutscht das Tuch nicht. Liegt aber eventuell auch an meiner Haarstruktur. Schau mal hier ab 1.04: https://www.youtube.com/watch?time_continue=90&v=YThdlE4QsPc
      Da wird gezeigt, wie man ein Seidentuch so bindet, dass es gut hält.Sinnliche Grüße, Asmona

  • Hallo Asmona,
    ganz herzlichen Dank. Ich werde das mit meinen aalglatten Haaren mal versuchen 😉
    Liebe Grüße, Andrea

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